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ABC-Analyse der Kunden: wer wie viel Aufmerksamkeit bekommt

In fast jedem Betrieb bringen wenige Kunden den größten Teil des Umsatzes. Die ABC-Analyse macht sichtbar, welche das sind, und hilft zu entscheiden, wie viel Zeit Vertrieb und Service in welche Kunden stecken. Dieser Ratgeber zeigt die Rechnung an einem Beispiel und was aus den Klassen folgt.

Firmenakte mit Umsatzzahlen aus dem ERP auf einem Notebook
  1. 1Das Prinzip
  2. 2Rechenbeispiel
  3. 3Was je Klasse folgt
  4. 4Typische Fehler
  5. 5So macht es Portario
  6. 6Häufige Fragen
Abschnitt 1

Das Prinzip

Die Kunden werden nach Umsatz absteigend sortiert und die Anteile aufaddiert. Üblich sind diese Grenzen:

  • A: die Kunden, die zusammen die ersten 80 % des Umsatzes bringen.
  • B: die nächsten bis 95 %.
  • C: der Rest.

Andere Betriebe setzen die Grenzen bei 70 und 90 % oder nehmen statt des Umsatzes den Deckungsbeitrag. Wichtiger als die genaue Grenze ist, dass sie gleich bleibt, damit sich Jahre vergleichen lassen.

Abschnitt 2

Rechenbeispiel

KundeUmsatzAnteilKumuliertKlasse
Kunde 1420.000 €42 %42 %A
Kunde 2260.000 €26 %68 %A
Kunde 3120.000 €12 %80 %A
Kunde 470.000 €7 %87 %B
Kunde 550.000 €5 %92 %B
Kunde 630.000 €3 %95 %B
Kunde 7 bis 1050.000 €5 %100 %C

Ein ausgedachtes Beispiel mit 1 Million Euro Umsatz: Drei von zehn Kunden bringen 80 % des Umsatzes. Echte Kundenlisten sind länger, das Bild ist aber oft ähnlich.

Abschnitt 3

Was je Klasse folgt

  • A-Kunden: fester Ansprechpartner, regelmäßige Besuche, Jahresgespräch mit Zielen, bei Problemen Vorrang im Service. Ein Verlust trifft hier sofort.
  • B-Kunden: geplante Kontakte, Telefon statt Besuch, gezielt prüfen, welche das Potenzial für A haben.
  • C-Kunden: effizient bedienen: Innendienst, Webshop, Mailings. Einzelne mit großem Potenzial gezielt herausnehmen.

Wo bei A-Kunden noch Umsatz liegt, zeigt der Blick auf die Warengruppen im Ratgeber zum Cross-Selling.

Abschnitt 4

Typische Fehler

  • Klasse als Urteil. Ein C-Kunde mit großem Bedarf, der nur wenig bei Ihnen kauft, ist kein schlechter Kunde, sondern ein Potenzial. Umsatz zeigt das Ist, nicht das Mögliche.
  • Einmal rechnen, nie wieder. Klassen verschieben sich. Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, wer auf- oder absteigt.
  • Nur Umsatz. Ein A-Kunde mit hohen Rabatten und viel Serviceaufwand kann weniger bringen als ein B-Kunde. Wo möglich, den Deckungsbeitrag daneben legen.
  • Schlafende Kunden übersehen. Wer früher gekauft hat und jetzt nicht mehr, taucht in der aktuellen ABC-Analyse gar nicht auf. Diese Liste gehört extra.
Abschnitt 5

So macht es Portario

  1. Auswertung „Umsatz je Kunde“: Umsatz im Zeitraum, derselbe Zeitraum ein Jahr früher, Veränderung, Anteil und ABC-Klasse in einer Tabelle (A = die ersten 80 %, B bis 95 %, der Rest C).
  2. Auswertung „Kunden ohne Umsatz“: wer früher gekauft hat und im Zeitraum nicht, größte zuerst. Die Liste für die Wiederansprache.
  3. Deckungsbeitrag je Kunde: für Personen mit dem Recht „Deckungsbeiträge sehen“.
  4. Über jeder Auswertung steht, welche Kennzahl das ERP liefert (fakturierter Umsatz, Auftragseingang oder Zahlungseingang) und wann zuletzt abgeglichen wurde.

Offen gesagt: Die ABC-Klasse rechnet Portario aus den Umsätzen, die die ERP-Anbindung liefert; ohne sie gibt es keine Klasse. Die Klasse steht in der Auswertung; wer sie als Feld an der Firma führen will, legt dafür ein eigenes Feld an.

Häufige Fragen

Welche Grenzen sind bei der ABC-Analyse üblich?

Häufig 80 und 95 % des Umsatzes: A-Kunden bringen zusammen die ersten 80 %, B-Kunden die nächsten 15 %, C-Kunden den Rest. Manche Betriebe nehmen 70 und 90 %. Entscheidend ist, die Grenzen beizubehalten.

Umsatz oder Deckungsbeitrag?

Umsatz ist schneller verfügbar und leichter zu erklären. Der Deckungsbeitrag zeigt besser, was ein Kunde wirklich bringt. Ideal ist beides nebeneinander.

Was ist eine ABC-XYZ-Analyse?

Sie ergänzt die ABC-Klasse um die Regelmäßigkeit: X-Kunden kaufen gleichmäßig, Z-Kunden sehr unregelmäßig. Das hilft bei Planung und Lagerhaltung; für die Frage, wen der Vertrieb wie betreut, reicht ABC meist aus.

Wie oft sollte man die ABC-Analyse machen?

Einmal im Jahr für die Planung, mit einem Blick auf das Vorjahr. Wer die Zahlen laufend aus dem ERP hat, schaut zusätzlich auf Kunden, die ihre Klasse wechseln.

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ABC-Klassen aus Ihren ERP-Umsätzen

In Portario steht die ABC-Klasse in der Auswertung „Umsatz je Kunde“, mit Vorjahr und Anteil, gerechnet aus Ihrem ERP. In der Live-Demo, ohne Anmeldung.

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