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Installierte Basis erfassen und pflegen: wissen, welche Anlage wo läuft

Wer Maschinen oder Anlagen ausliefert, hat einen Bestand beim Kunden, der über Jahre Wartung, Teile und Modernisierungen braucht. Meist steht dieses Wissen verstreut in Lieferlisten, Serviceberichten und im Kopf erfahrener Techniker. Dieser Ratgeber zeigt, wie aus den verstreuten Angaben eine Liste wird, die stimmt und stimmen bleibt.

Anlagen-Akte mit Verträgen, Betriebsstunden und Wartungsplänen auf einem Notebook
  1. 1Was je Anlage dazugehört
  2. 2Der erste Aufbau: aus vorhandenen Quellen
  3. 3Aktuell halten: bei jedem Kontakt
  4. 4Was Vertrieb und Service daraus machen
  5. 5Typische Fehler
  6. 6So macht es Portario
  7. 7Häufige Fragen
Abschnitt 1

Was je Anlage dazugehört

AngabeWofürWoher meist
Typ, Seriennummer, BaujahrErsatzteile, Ausführung, ModernisierungFertigung, Lieferschein
Betreiber und StandortWer zahlt, wohin der Techniker fährtAuftrag, ERP-Kundenstamm
Ansprechpartner InstandhaltungWen man vor der Wartung anruftServiceeinsätze, Inbetriebnahme
StatusIn Betrieb, stillgelegt, verkauftTechniker vor Ort, Kunde
Vertrag, Wartungsintervall, ZählerstandPlanbarer Service, FälligkeitenVerträge, Serviceberichte
BesonderheitenSonderausführung, Umbauten, bekannte SchwachstellenKonstruktion, Servicehistorie

Mehr braucht es für den Anfang nicht. Eine Liste mit diesen Angaben für alle Anlagen ist wertvoller als eine perfekte Akte für zehn.

Abschnitt 2

Der erste Aufbau: aus vorhandenen Quellen

  1. Lieferlisten aus dem ERP: Aufträge mit Maschinen der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, mit Kunde, Typ und Lieferdatum. Das ist das Gerüst.
  2. Seriennummern aus Fertigung und Inbetriebnahme: Inbetriebnahmeprotokolle ergänzen Standort und Ansprechpartner.
  3. Serviceberichte: zeigen, welche Anlagen tatsächlich noch laufen, und liefern Zählerstände und Umbauten.
  4. Das Wissen der Techniker: Eine Stunde mit der ausgedruckten Liste und den erfahrensten Kollegen klärt mehr als jede Datenbankabfrage.

Die Reihenfolge lohnt sich: zuerst Kunden mit Wartungsvertrag, dann die jüngsten Lieferungen, zuletzt der Altbestand. Was unklar ist, bekommt den Status „unbekannt“, statt liegen zu bleiben.

Abschnitt 3

Aktuell halten: bei jedem Kontakt

  • Jeder Einsatz prüft die Akte. Standort, Status, Ansprechpartner, Zählerstand: Der Techniker steht ohnehin davor. Gehört die Prüfung in den Servicebericht, passiert sie.
  • Stilllegung und Verkauf erfassen. Eine verkaufte Maschine läuft oft weiter, nur bei einem anderen Betreiber, und ist damit ein neuer Kunde.
  • Eine Stelle, nicht drei. Steht die Anlage zugleich in einer Excel-Liste, im ERP und in Serviceordnern, ist keine davon aktuell.
  • Verantwortung festlegen. Eine Person im Service schaut einmal im Quartal auf Anlagen ohne Ansprechpartner, ohne Status oder ohne Kontakt seit Langem.
Abschnitt 4

Was Vertrieb und Service daraus machen

  • Wartungsverträge anbieten: Anlagen ohne Vertrag sind die naheliegendste Verkaufsliste im Service.
  • Modernisierungen ansprechen: Baujahr und Zustand zeigen, wo eine Steuerung oder ein ganzes Aggregat bald nicht mehr zu halten ist.
  • Ersatzteile vorausdenken: Verschleißteile nach Intervall zur Wartung mitbringen. Wie daraus planbarer Umsatz wird, steht im Ratgeber zum Ersatzteilgeschäft.
  • Einsätze planen: Fällige Wartungen je Region bündeln, statt einzeln hinzufahren.
Abschnitt 5

Typische Fehler

  • Das Projekt „Datenbereinigung“. Monate der Vorbereitung, bevor jemand die Liste benutzt. Besser: unvollständig starten und bei jedem Kontakt ergänzen.
  • Anlage gleich Kunde. Steht die Maschine nur als Notiz an der Firma, lassen sich weder Serviceanfragen noch Verträge oder Wartungen ihr zuordnen.
  • Keine Seriennummer. Ohne sie sind zwei gleiche Maschinen beim selben Kunden nicht zu unterscheiden.
  • Nur der Service pflegt. Auch der Vertrieb sieht beim Besuch, was in der Halle steht.
Abschnitt 6

So macht es Portario

  1. Bereich „Anlagen“ mit eigenen Feldern: Die Branchen-Vorlage „Technischer Vertrieb“ legt ihn mit Seriennummer, Hersteller, Standort und Baujahr an; weitere Felder und Status richtet der Administrator selbst ein.
  2. Import der Anlagenliste: aus Excel oder CSV, mit Vorschau; der Betreiber wird über Firmenname oder Kundennummer zugeordnet, gleiche Bezeichnungen fallen als Dublette auf, Wartungsplan und Betriebsstunden kommen auf Wunsch gleich mit.
  3. Die Akte je Anlage: Serviceanfragen, Verträge, Zählerstände, Wartungspläne und Schulungen an einer Stelle. Die Suche findet Anlagen auch über die Seriennummer und andere Feldwerte.
  4. Status mit Folgen: Eine stillgelegte Anlage bekommt keine Wartungstickets mehr.
  5. Kennzahlen für die Pflege und den Verkauf: Anlagen ohne Wartungsplan, Anlagen ohne Vertrag und Anlagen, deren Ablesung überfällig ist.

Offen gesagt: Die Anlagen kommen nicht automatisch aus dem ERP, sondern per Import oder von Hand; die ERP-Anbindung liest Kunden, Ansprechpartner und Zahlen wie Umsätze und offene Posten, aber keine Anlagen. Im Kundenportal sehen Kunden ihre Anlagen bisher nicht, und Stücklisten je Anlage führt Portario nicht.

Häufige Fragen

Was ist die installierte Basis?

Alle Maschinen und Anlagen, die ein Hersteller oder Händler ausgeliefert hat und die beim Kunden laufen, mit Standort, Betreiber und Zustand. Im Englischen heißt sie Installed Base.

Gehört die installierte Basis ins ERP oder ins CRM?

Das ERP kennt Aufträge und Artikel, das CRM die Kunden, Kontakte und Serviceanfragen. Weil die Pflege bei Kontakten und Einsätzen passiert, liegt die Anlagenakte meist besser dort, wo Service und Vertrieb arbeiten. Die Lieferdaten aus dem ERP sind der Startpunkt.

Wie viele Angaben braucht eine Anlage am Anfang?

Betreiber, Typ, Seriennummer, Standort und Status reichen. Vertrag, Wartungsintervall und Zählerstand kommen mit dem ersten Einsatz dazu.

Was tun mit Anlagen, von denen niemand weiß, ob sie noch laufen?

Mit dem Status „unbekannt“ aufnehmen und beim nächsten Kontakt mit dem Kunden klären. Eine kurze Rundfrage an die Betreiber mit der Liste ihrer Anlagen klärt oft mehrere auf einmal.

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