Warum der Maschinenbau ein anderes CRM braucht
Die meisten CRM-Systeme sind aus einer Welt entstanden, in der viele kleine Abschlüsse in kurzer Zeit passieren: Software-Lizenzen, Online-Shops, Agenturen. Dort geht es um Leads, Trichter und Konversionsraten. Der Vertrieb einer Maschine sieht anders aus. Vier Punkte muss ein CRM dabei verstehen:
- Wenige, große, lange Angebote. Ein Angebot über eine Anlage hat Positionen, Varianten, ein Gültigkeitsdatum und drei Rückfragen, bevor es entschieden wird. Das ist kein Lead, das ist ein Vorgang über Monate.
- Der Kunde ist eine Maschine. Nach dem Auftrag beginnt die eigentliche Beziehung: Inbetriebnahme, Wartung, Störungen, Ersatzteile, Umbauten, zwanzig Jahre lang. Das Gedächtnis dazu hängt an der Seriennummer, nicht am Ansprechpartner, der längst gewechselt hat.
- Service ist ein eigenes Geschäft. Wartungsverträge, Inspektionen und Ersatzteile bringen planbaren Umsatz. Vorausgesetzt, jemand weiß, welche Anlage wann fällig ist und welche noch gar keinen Vertrag hat.
- Die Vertriebler sind Ingenieure. Sie stehen an der Maschine, nicht am Schreibtisch. Ein CRM, das sie nur am PC bedienen können, wird nicht gepflegt. Und ein ungepflegtes CRM ist eine teure Excel-Liste.
Dazu kommt, dass in den meisten Maschinenbauern ein ERP das führende System für Aufträge und Faktura ist. Das CRM muss daneben passen, nicht darüber. Wie das geht, steht im Ratgeber CRM neben SAP.
