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Wartungsverträge verwalten mit Software statt Excel: worauf es wirklich ankommt

Ein Wartungsvertrag ist planbarer Umsatz, solange jemand weiß, wann er kündbar ist, welche Anlage er betrifft und wann der nächste Einsatz fällig wird. In Excel geht genau das verloren. Dieser Ratgeber zeigt, welche Felder eine Software braucht, warum zwei getrennte Fristen laufen müssen und wie aus dem Vertrag ein Einsatz wird.

Vertragsliste mit Laufzeit, Kündigungsfrist und Status auf einem Notebook
  1. 1Warum die Excel-Liste bei Wartungsverträgen scheitert
  2. 2Welche Felder ein Wartungsvertrag im System braucht
  3. 3Die zwei Uhren: Kündigungsfrist und Wartungsintervall
  4. 4Vom Vertrag zum Einsatz und zurück in die Historie
  5. 5Die Umsatzseite: Verlängern, anpassen, neu verkaufen
  6. 6Drei Arten Software und welche zu wem passt
  7. 7Einführung: von der Excel-Liste ins System in Tagen, nicht Monaten
  8. 8Häufige Fragen
Abschnitt 1

Warum die Excel-Liste bei Wartungsverträgen scheitert

Fast jeder Betrieb beginnt mit derselben Tabelle: Kunde, Anlage, Vertragsbeginn, Laufzeit, Preis. Sie funktioniert, solange eine Person sie pflegt und nichts Ungewöhnliches passiert. Dann passiert Ungewöhnliches:

  • Der Vertrag verlängert sich stillschweigend. Die Kündigungsfrist stand in Spalte H, aber niemand hat drei Monate vor Ablauf hineingesehen. Jetzt läuft er ein weiteres Jahr zu alten Konditionen. Oder der Kunde hat gekündigt, und Sie erfahren es aus dem Rechnungsrückläufer.
  • Die Anlage fehlt. Der Vertrag steht am Kunden, aber der Kunde hat vier Maschinen. Welche ist im Vertrag, welche nicht? Der Techniker vor Ort weiß es nicht, und die Excel-Liste auch nicht.
  • Zwei Fristen, eine Spalte. Die Kündigungsfrist des Vertrags und das Wartungsintervall der Anlage sind verschiedene Uhren. In der Tabelle stehen sie nebeneinander, gemeldet wird keine von beiden.
  • Niemand ist zuständig. Eine Tabelle hat keinen Verantwortlichen je Zeile. Wer die Verlängerung anbietet, wer die Preisanpassung anspricht, wer den Einsatz plant: Das steht in Köpfen.
  • Die Historie ist weg. Was beim letzten Einsatz gemacht wurde, steht im Servicebericht im Postfach. Beim nächsten Mal fängt der Kollege bei null an.

Der Schaden ist selten dramatisch, aber stetig: ein nicht angebotener Vertrag hier, eine verpasste Preisanpassung dort, ein Einsatz zu spät. Genau das ist der Umsatz, den ein Maschinenbauer eigentlich am sichersten hat.

Abschnitt 2

Welche Felder ein Wartungsvertrag im System braucht

Die Liste ist bewusst vollständig. Was fehlt, muss später jemand im Kopf behalten. Und das ist der Fehler, den die Excel-Liste hatte.

FeldWarum es zählt
Fortlaufende NummerEindeutig in Rechnung, Ticket und Gespräch. „Der Vertrag mit Nordvalk" reicht bei vier Verträgen nicht.
Vertragspartner und AnsprechpartnerWer unterschrieben hat und wen Sie vor der Frist anrufen. Also nicht die Zentrale.
Betroffene AnlagenWelche Maschinen der Vertrag abdeckt. Das entscheidet, ob ein Einsatz abgerechnet wird oder im Vertrag enthalten ist.
Beginn, Ende, LaufzeitDie Basis für jede Frist und für die Frage, ob eine Rechnung noch zum Vertrag gehört.
KündigungsfristDer eigentliche Stichtag ist nicht das Vertragsende, sondern Ende minus Frist. Diesen Tag muss das System kennen.
Automatische VerlängerungJa/Nein entscheidet, ob Schweigen den Vertrag verlängert oder beendet. Das sind zwei verschiedene Gespräche.
Wert, Zahlungsrhythmus, erste FälligkeitJährlich im Voraus oder monatlich? Daraus wird die Rechnung, im CRM oder im ERP.
Wertsicherung / IndexDie Preisanpassungsklausel, die niemand anwendet, wenn sie nicht im System steht.
StatusEntwurf, Aktiv, Gekündigt, Ausgelaufen. Nur „Aktiv" darf Fristen auslösen, „Gekündigt" ist ein Verkaufsgespräch.
VerantwortlicherDie Person, die die Erinnerung bekommt. Ohne sie geht die Meldung an alle, also an niemanden.
VerlaufWer hat wann die Laufzeit geändert? Bei Streit um eine Verlängerung ist das die einzige Antwort.

In Portario sind das die Felder des Vertrags: fortlaufende Nummer, Art, Status, Vertragspartner und Ansprechpartner, Beginn und Ende, Kündigungsfrist, automatische Verlängerung, Wert, Währung, Zahlungsrhythmus, erste Fälligkeit und Wertsicherung, dazu die Verknüpfung mit den betroffenen Anlagen und der lückenlose Verlauf. Die Vertragsverwaltung ist ab dem Tarif Pro enthalten, kein Zusatzmodul. Welche Maschinen ein Wartungsvertrag abdeckt, steht am Vertrag, und die Anlagen-Akte zeigt umgekehrt ihre Verträge, direkt neben dem Wartungsplan.

Abschnitt 3

Die zwei Uhren: Kündigungsfrist und Wartungsintervall

Der häufigste Denkfehler: „Wartungsvertrag" als ein Datum zu behandeln. Tatsächlich laufen zwei Uhren, die nichts miteinander zu tun haben. Beide müssen sich von selbst melden.

  1. Die Vertragsuhr hängt am Vertrag: Ende minus Kündigungsfrist ist der Stichtag. Portario benachrichtigt den Verantwortlichen (sonst die Administratoren) 30 Tage vor diesem Stichtag. Einmal, nicht jeden Tag, und nur bei aktiven Verträgen. Ändert jemand die Laufzeit, wird die Erinnerung zurückgesetzt und läuft neu.
  2. Die Anlagenuhr hängt an der Maschine: alle 3, 6, 12 oder 24 Monate ist eine Wartung fällig, unabhängig davon, wann der Vertrag endet. Portario legt 14 Tage vor dem Termin automatisch das Wartungsticket an (mit Frist, verknüpft mit Anlage und Firma) und rückt den nächsten Termin um den Rhythmus weiter.

Die Vertragsfrist meldet sich als Benachrichtigung. Für die Startseite gibt es Kennzahlen dazu: „Verträge enden in 30 Tagen" zeigt, welche Verträge bald auslaufen; „Wartungen fällig in 30 / 90 Tagen", „Aktive Wartungspläne" und „Offene Wartungstickets" zeigen die Anlagenuhr. Wer sie sich dort hinlegt, sieht beides morgens auf einen Blick.

Abschnitt 4

Vom Vertrag zum Einsatz und zurück in die Historie

Ein Wartungsvertrag ist erst dann verwaltet, wenn aus der Frist ein Einsatz wird und aus dem Einsatz ein Eintrag in der Historie. Der Weg in Portario:

  1. Das Wartungsticket entsteht automatisch aus dem Wartungsplan der Anlage: Status „Neu", Frist = Wartungstermin, Bezug zu Anlage und Firma.
  2. Der Einsatz wird geplant: Ticket zuweisen, Termin in den Kalender, und mit der Umkreissuche sehen, welche anderen Kunden auf dem Weg liegen. „Tour planen" bringt die Besuche in eine Reihenfolge. Aus drei Fahrten wird eine Tour.
  3. Vor Ort am Handy: Anlagen-Akte öffnen, sehen, was beim letzten Mal gemacht wurde, Foto vom Typenschild oder Verschleißteil ans Ticket, Kommentar schreiben oder über die Handy-Tastatur diktieren, erledigen.
  4. Die Historie schreibt sich selbst: Das erledigte Ticket bleibt an der Anlage. Beim nächsten Einsatz (in sechs Monaten, von einem anderen Kollegen) ist alles da.
  5. Der Kunde sieht den Stand: Über das Kundenportal verfolgt er seine Serviceanfragen selbst, statt anzurufen.
Abschnitt 5

Die Umsatzseite: Verlängern, anpassen, neu verkaufen

Wer Wartungsverträge nur „verwaltet", lässt Geld liegen. Drei Fragen, die eine gute Software jeden Morgen beantwortet:

  • Welche Anlagen deckt kein Vertrag ab? Das ist die Liste der nicht angebotenen Wartungsverträge und zugleich der beste Aufhänger für den nächsten Besuch. Portario zählt sie exakt als Kennzahl „Anlagen ohne Vertrag", dazu „Anlagen ohne Wartungsplan".
  • Welche Verträge enden in 30 Tagen? Sehen Sie das als Verkaufsgespräch, nicht als Fristendruck: Verlängerung, höhere Wartungsstufe, zusätzliche Anlage in den Vertrag.
  • Welche Verträge haben eine Wertsicherung, die nie angewendet wurde? Steht die Klausel im System, lässt sie sich bei der Verlängerung mit einem Blick prüfen. Sonst berechnen Sie drei Jahre lang denselben Preis.

Die Abrechnung selbst können Sie in Portario machen (Rechnung mit Positionen, Mahnwesen, DATEV-Export) oder wie bisher im ERP. Wer im ERP fakturiert, lässt das dort. Wichtig ist nur, dass Zahlungsrhythmus und Fälligkeit am Vertrag stehen, damit niemand die Jahresrechnung vergisst.

Abschnitt 6

Drei Arten Software und welche zu wem passt

ArtWas sie gut kannWo sie haktPasst für
ERP-ServicemodulZusatzmodul zum bestehenden ERPAbrechnung und Vertrag in einem System, keine Schnittstelle.Kein Ticket-Alltag, keine Handy-Nutzung an der Maschine, Einführung als ERP-Projekt.Betriebe, deren Service rein aus der Buchhaltung gesteuert wird.
Field-Service-SuiteDisposition, Plantafel, ErsatzteileGroße Servicemannschaften planen: Fahrzeiten, Skills, Ersatzteillager.Eigenes Projekt, eigene Lizenz je Techniker, Vertrieb bleibt außen vor.Ab einer Service-Organisation, die getrennt vom Vertrieb disponiert wird.
CRM mit Verträgen und AnlagenPortario-AnsatzVertrag, Anlage, Wartungsplan, Ticket und Kundenhistorie in einer Oberfläche, weil dieselben Leute Vertrieb und Service machen.Einfache Plantafel mit geschätzten Fahrzeiten, aber keine Qualifikationen, keine Navigation, keine Ersatzteil-Bestände. Das bleibt im ERP oder in einer Suite.Mittelstand mit 20 bis 60 Mitarbeitenden, in dem Vertrieb und Service heute mit Excel arbeiten.

Wer zwanzig Techniker disponiert, braucht eine Field-Service-Suite. Wer drei bis zehn Leute hat, die verkaufen, warten und dabei eine Excel-Liste pflegen, braucht sie nicht und würde das Projekt dahinter nie abschließen.

Abschnitt 7

Einführung: von der Excel-Liste ins System in Tagen, nicht Monaten

  1. Kunden importieren: aus Excel oder lesend aus dem ERP über die Kundennummer.
  2. Anlagen importieren: die Excel-Liste mit Seriennummer, Standort und Betreiber, die Sie ohnehin haben; die Branchen-Vorlage „Technischer Vertrieb" bringt den Bereich fertig mit. Wartungsrhythmus und nächster Termin in der Liste? Dann entstehen die Wartungspläne gleich mit.
  3. Verträge erfassen: Partner, betroffene Anlagen, Laufzeit, Kündigungsfrist, Verlängerung, Wert, Verantwortlicher. Ab jetzt läuft die Vertragsuhr.
  4. Wartungspläne setzen: Rhythmus und nächster Termin je Anlage. Ab jetzt läuft die Anlagenuhr, das erste Ticket kommt von selbst.
  5. Excel-Liste archivieren. Nicht löschen, aber nie wieder pflegen. Zwei Wahrheiten sind schlimmer als eine.

Häufige Fragen

Meldet sich die Software von selbst, bevor ein Wartungsvertrag kündbar ist?

Ja. Portario berechnet den Stichtag aus Vertragsende und Kündigungsfrist und benachrichtigt 30 Tage vorher den Verantwortlichen des Vertrags (sonst die Administratoren). Das passiert einmal und nur bei aktiven Verträgen. Ändert sich die Laufzeit, läuft die Erinnerung neu.

Was ist der Unterschied zwischen Kündigungsfrist und Wartungsintervall?

Die Kündigungsfrist hängt am Vertrag und entscheidet, bis wann gekündigt oder verlängert werden muss. Das Wartungsintervall hängt an der Anlage und entscheidet, wann der nächste Einsatz fällig ist. Beide laufen unabhängig voneinander. Deshalb führt Portario sie getrennt: Vertragsfrist am Vertrag, Wartungsplan an der Anlage.

Kann ein Vertrag mehrere Anlagen abdecken?

Ja. Ein Vertrag hat einen Vertragspartner und die betroffenen Anlagen; jede Anlage trägt ihren eigenen Wartungsplan. Die Anlagen-Akte zeigt ihre Verträge neben dem Wartungsplan, und „Neuer Vertrag" von der Anlage aus belegt Vertragspartner und Anlage gleich vor. So ist klar, welche Maschine im Vertrag ist und welche bei einem Einsatz gesondert abgerechnet wird.

Wie wird der Wartungseinsatz geplant?

Standardmäßig 14 Tage vor dem Termin (einstellbar je Wartungsplan) legt Portario automatisch ein Wartungsticket an. Es wird zugewiesen, terminiert und mit Besuchen bei Kunden in der Nähe zu einer Tour gebündelt. Vor Ort arbeitet der Techniker am Handy in derselben Anlagen-Akte.

Rechnet die Software die Wartungsverträge auch ab?

Auf Wunsch ja: Rechnungen mit Positionen, E-Rechnung nach ZUGFeRD bzw. XRechnung, Mahnwesen und DATEV-Export gehören zum Bereich Angebote & Rechnungen (ab Tarif Pro). Wer im ERP fakturiert, lässt das dort. Zahlungsrhythmus und Fälligkeit stehen trotzdem am Vertrag, damit die Rechnung nicht vergessen wird.

Brauchen wir dafür eine Field-Service-Software?

Erst ab einer Servicemannschaft, die getrennt vom Vertrieb mit Qualifikationen, Fahrzeiten aus dem Straßennetz und eigener Disposition geplant wird. Für Betriebe mit 20 bis 60 Mitarbeitenden, in denen dieselben Personen verkaufen und warten, reicht ein CRM mit Verträgen, Anlagen und Tickets, ohne eigenes Einführungsprojekt.

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Sehen Sie sich an, wie sich ein Wartungsvertrag von selbst meldet

Im Schaufenster laufen Verträge mit Kündigungsfristen, verknüpften Anlagen und Wartungsplänen, mit Beispieldaten und ohne Anmeldung. Oder Sie schicken uns Ihre Excel-Vertragsliste, und wir zeigen Ihnen, wie sie in Portario aussieht.

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