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Lieferantenbewertung: einfach, fair und aktuell

Viele Betriebe bewerten ihre Lieferanten einmal im Jahr für das Audit und dann nie wieder. Dabei entscheidet die Bewertung jeden Tag mit, wo bestellt wird. Dieser Ratgeber zeigt ein Verfahren mit vier Kriterien, das in einer Minute pro Lieferung erledigt ist, und wie daraus belastbare A-, B- und C-Lieferanten werden.

Lieferantenliste mit Note, Klasse und Liefertreue auf einem Notebook
  1. 1Warum die Bewertung meist einschläft
  2. 2Vier Kriterien reichen
  3. 3Von der Note zur Klasse A, B, C
  4. 4Liefertreue messen statt schätzen
  5. 5So macht es Portario
  6. 6Häufige Fragen
Abschnitt 1

Warum die Bewertung meist einschläft

Die typische Lieferantenbewertung ist eine Excel-Tabelle mit fünfzehn Kriterien, die einmal im Jahr jemand aus dem Gedächtnis ausfüllt. Bis dahin hat niemand mehr im Kopf, welche Lieferung im März zu spät kam. Das Ergebnis ist eine Note, der keiner traut, und eine Datei, die nur für das Audit existiert.

Die Lösung ist nicht mehr Gründlichkeit, sondern weniger Aufwand zum richtigen Zeitpunkt: wenige Kriterien, bewertet dann, wenn die Erfahrung frisch ist, und eine Note, die sich aus den letzten Monaten von selbst ergibt.

Abschnitt 2

Vier Kriterien reichen

KriteriumDie Frage dahinterWoran man es festmacht
QualitätKam die Ware so, wie bestellt?Reklamationen, Nacharbeit, Prüfbefunde im Wareneingang
LiefertreueKam sie zum zugesagten Termin?Wareneingang gegen zugesagten Liefertermin
Preis/LeistungPasst der Preis zu dem, was geliefert wurde?Vergleich mit anderen Angeboten, Nebenkosten, Zahlungsbedingungen
ServiceWie leicht war die Zusammenarbeit?Erreichbarkeit, Reaktionszeit, Kulanz, Unterlagen

Bewertet wird jeweils von 1 (schlecht) bis 5 (sehr gut), am besten direkt nach einer Lieferung oder einem Vorfall, mit einem Satz Kommentar. Eine Gewichtung brauchen Sie am Anfang nicht: Vier gleich gewichtete Kriterien sind leichter zu erklären und schwerer zu schönen.

Abschnitt 3

Von der Note zur Klasse A, B, C

Die Note eines Lieferanten ist der Durchschnitt seiner Bewertungen aus den letzten zwölf Monaten. Ältere Bewertungen fallen heraus. Das ist fair, denn wer sich verbessert, soll das sehen, und wer nachlässt, ebenso. Aus der Note folgt eine Klasse, zum Beispiel:

  • A ab 4,0: bevorzugter Lieferant, wird bei Anfragen zuerst gefragt.
  • B ab 3,0: solide, mit einzelnen Schwächen; im Gespräch ansprechen.
  • C darunter: nur mit Grund beauftragen, Alternativen suchen, Entwicklung beobachten.

Rechenbeispiel: Zwei Bewertungen im Jahr, einmal Qualität 4, Liefertreue 3, Preis 4, Service 3 und einmal 3, 3, 4, 4. Das ergibt eine Note von 3,5 und damit Klasse B. Die Liefertreue zieht den Schnitt; genau dort setzt das nächste Lieferantengespräch an.

Abschnitt 4

Liefertreue messen statt schätzen

Von den vier Kriterien lässt sich eines ganz ohne Bauchgefühl messen: die Liefertreue. Im ERP stehen zu jeder Bestellung der zugesagte Liefertermin und der tatsächliche Wareneingang. Pünktlich ist, was spätestens am zugesagten Tag eingegangen ist. Der Anteil pünktlicher Lieferungen über zwölf Monate ist eine Zahl, über die man mit dem Lieferanten sachlich reden kann.

Wer diese Zahl neben die eigene Bewertung legt, sieht schnell, ob das Gefühl im Haus stimmt. Häufig ist der Lieferant, über den alle schimpfen, pünktlicher als gedacht, und der stille ist der, der regelmäßig zwei Wochen zu spät kommt.

Abschnitt 5

So macht es Portario

  1. Lieferant ist ein Kennzeichen an der Firma. Eine Firma kann Kunde und Lieferant zugleich sein, ohne zweiten Datensatz. Die Lieferantennummer kommt auf Wunsch aus dem ERP.
  2. Bewerten in einer Minute. Im Reiter „Lieferant" vier Kriterien von 1 bis 5 und ein Kommentar. Nach einem Zuschlag bietet Portario die Bewertung gleich an.
  3. Note und Klasse von selbst. Durchschnitt der letzten zwölf Monate, Klasse A ab 4,0, B ab 3,0, C darunter. Die Lieferantenliste zeigt Note, Klasse, Einkaufsvolumen, Liefertreue und offene Anfragen, mit Filter nach Klasse.
  4. Liefertreue aus dem ERP. Mit der ERP-Anbindung kommen Bestellungen mit Liefertermin und Wareneingang dazu. Die Auswertungen zeigen Lieferantenbewertung mit Trend, Einkaufsvolumen und Liefertreue, jeweils als CSV und PDF.

Das Modul „Einkauf & Lieferanten" ist ab dem Tarif Pro enthalten. Dazu gehören auch Anfragen an mehrere Lieferanten mit Angebotsvergleich und dokumentiertem Zuschlag.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man Lieferanten bewerten?

Am besten anlassbezogen: nach einer Lieferung, einer Reklamation oder einem Projekt, solange die Erfahrung frisch ist. Eine Jahresbewertung aus dem Gedächtnis ist ungenau. Wer anlassbezogen bewertet, hat zum Audit automatisch eine Note über zwölf Monate.

Sollte man die Kriterien gewichten?

Am Anfang nicht. Gleich gewichtete Kriterien sind leichter zu erklären und zu prüfen. Wenn sich nach einem Jahr zeigt, dass zum Beispiel die Liefertreue für Sie viel wichtiger ist, lohnt sich eine Gewichtung. Portario rechnet bewusst mit gleichen Gewichten.

Ist die Lieferantenbewertung für ISO 9001 nötig?

Die Norm verlangt, dass externe Anbieter nach festgelegten Kriterien beurteilt und die Ergebnisse dokumentiert werden. Wie genau, legt der Betrieb selbst fest. Vier Kriterien mit Kommentar und eine nachvollziehbare Note sind dafür eine gute Grundlage; die Abstimmung mit Ihrem Auditor ersetzt das nicht.

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Sehen Sie sich die Lieferantenbewertung in Portario an

In der Live-Demo stehen drei bewertete Lieferanten mit Klasse, Volumen und Liefertreue, dazu eine Anfrage mit Angebotsvergleich. Ohne Anmeldung. Oder Sie schreiben uns, wie Sie heute bewerten.

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